F.M.R. - Inbegriff für liberale Konsequenz ... F.M.R.: August 2007

26 August 2007

Trauer um einen Freiheitskämpfer

von Karl Stritzinger

Abseits vom allgemeinen Medientrubel um das vermeintlich klimakatastropheninduzierte, künftige Sterben von Eisbären macht ein Bloggerkollege auf den Tod des verdienten Freiheitskämpfers Aaron Russo aufmerksam.

Aaron Russo ist jedem engagierten Liberalen/Libertären durch sein Spätwerk "America: Freedom to Fascism" und der damit verbundenen Diskussion und seiner Unterstützung für den libertären Präsidentschaftskandidat Ron Paul bekannt.

F.M.R. gedenkt seiner, trauert um den großen Verlust im Kampf für die Freiheit und mahnt zu mehr Mut, wie Aaron Russo es unabhängig seiner gesellschaftlichen Stellung getan hat.

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20 August 2007

Müssen?

von Bodo Wünsch
Laura, die (selbsternannte) netbitch, bemerkt in einem Kommentar auf einen meiner Beiträge in der Freiheitsfabrik:

"Vielleicht müssen manche auf den Cent geiern."

Sie spielt damit auf den für jedermann leicht ersichtlichen Umstand an, dass es unter zivilisatorischen Bedingungen Einkommens- und Vermögensunterschiede gibt. Laura meinte, dies als Einwand gegen den von mir beklagten Ökonomismus anführen zu können, ein Ökonomismus, der Besitz, Kaufkraft oder bloßes Konsuminteresse in den Lebensmittelpunkt so vieler Leute stellt. Es ging mir um die unter Liberalen nur selten angesprochene, so genannte "Geiz-ist-Geil-Mentalität" in 'unserer' Gesellschaft.

Einkommens- und Vemögensunterschiede sind auf zahlreiche Ursachen und Faktoren zurückzuführen, auf die ich jetzt nicht eingehen möchte. Doch ist keineswegs gesagt, dass nur relativ einkommens- oder vermögensschwache Menschen "auf den Cent schauen müssen". Das müssen auch relativ Wohlhabende: Nämlich dann, wenn auch sie (Kauf-)Entscheidungen zu treffen haben, besser: treffen wollen, die sich womöglich in Sphären abspielen, die für andere per absolutem Vermögensstand gar nicht von Bedeutung sind. Ein Lagerarbeiter wird selten in die schwierige Situation kommen, zu entscheiden, ob er für ein neues Firmengrundstück 12 oder 15 Millionen Euro investieren soll.
Insofern muss jeder "geiern". Das geschundene Modell des homo oeconomicus trifft ausnahmslos auf jeden zu, der überhaupt Kosten/Nutzenerwägungen anstellt. Das Wörtchen "müssen" ist hier schief, vielleicht gänzlich unpassend, denn der Mensch trifft freie Entscheidungen.
Wer sich aufgrund schwacher Einkommens- und Vermögensverhältnisse nicht einmal ein Busticket leisten "kann", für den fällt Busfahren aus dem Entscheidungsportfolio heraus. Er muss fahrradfahren oder eben zu Fuß gehen. Oder er beseitigt ganz und gar den Anlass, der ihn bedauern lässt, nicht Bus fahren zu können.
Niemand "muss", nichts "muss". Ihr glaubt nur, ihr "müsst". Es ist dieser Glaube, der euch in "SATURN"-Filialen rennen lässt, weil ihr meint, ihr "müsstet" das aktuelle Angebot haben. Selbst schuld, kann ich nur sagen, und damit ist keine Moralpredigt gehalten, sondern lediglich gesagt: Selbst verantwortlich. Denn auf das anggebliche "Müssen" des einen folgt noch immer unausweichlich das "Sollen" des Anderen; ein Aspekt, den 'Linke' so gern übersehen. In ökonomischer Betrachtung ist nur die Frage zu stellen, wem die Kosten für bestimmtes Handeln zufallen. Liberale sind sich einig, dass diese auch und gerade unter zivilisatorischen Bedingungen diejenige trägt, die sie verursacht.
Nachtrag 17:00 h: Womit klar sein dürfte, dass sozialistische Bedingungen im strengen Sinne keine zivilisatorischen Bedingungen sind/sein können.

06 August 2007

Vereinigt, arabisch, Emirat.

von Bodo Wünsch

Das sind drei Begriffe, die mir als Kapitalismusfreund wie Musik in den Ohren klingen. Bedingt durch einen besonderen neuen und überdies großartigen Kundenauftrag, beschäftige ich mich seit einiger Zeit intensiv* speziell mit dem Emirat Dubai und den dortigen Markteintrittschancen und -regularien für deutsche Investoren. Um es kurz zu machen: Sie könnten besser kaum sein, ganz unabhängig von bestimmten Branchen. Akzeptiert man die wenigen und dabei überaus übersichtlichen behördlichen Bestimmungen des Emirates, dürfen sie sich auf einen Wachstumsmarkt freuen, der erst begonnen hat, sich zu entwickeln. Das Beste natürlich aus europäischer Perspektive: "Steuern" ist dort ein Fremdwort. Die Zwangsenteignung fremden Geldes ist das letzte, woran His Highness Sheik Mohammed bin Rashid Al Maktoum denkt. Sein Haus lässt lieber arbeiten, öffnet das Land, erlaubt (beinahe) alles und 'triggert' damit ein Wohlstandsniveau, das noch dem ärmsten Gastmaurer aus Pakistan erlaubt, seine ganze Familie daheim zu ernähren. Das Lohniveau liegt insgesamt ca. 10 Prozent über europäischem Niveau, und gar 20 - 25 Prozent darüber, berücksichtigt man die dortige Lohnsteuerfreiheit (Quelle: http://www.jobsindubai.com/). Das Zusammentreffen kulturell maximaler Vielfalt und das schlichte Interesse, Geld zu verdienen, beschert ausnahmslos allen Golfstaaten eine Prosperität, das beinahe beispiellos ist in der Weltgeschichte - betrachtet man die Investitionsummen pro Zeiteinheit.

Der Grund für den Erfolg könnte simpler nicht sein: Die (auto-, und eben nicht: demo-kratisch!) regierten irgendwie unregierten** Emirate lassen die unsichtbare Hand Adam Smith's Regie führen. Sie haben erkannt, dass nur sie, nur ein weitgehender Laissez-faire-Kapitalismus in der Lage ist, jene Welt zu "erschaffen", von der nur noch der dümmste Sozialist glaubt, sie käme aus dem Lauf einer Maschinenpistole. Es waren und sind Kaufleute, die aufbauen, nicht Räte und Soldaten.

Den deutschen (ahnungslosen) Stammtisch-Klassiker, "iss klar, wenn man Öl unter'm Sand hat" sehe ich im übrigen nicht als neiderfüllte, abwiegelnde Gedankenlosigkeit, sondern als Kompliment: Die Scheichs (allesamt vorzüglich in ökonomischen Disziplinen ausgebildet, auch das selbstverständlich) sehen in ihren (noch steigenden!) Einkommen aus dem Ölgeschäft darin nicht primär ein "Geschenk Allahs", sondern begreifen das als knallharte wie ebenso willkommene Chance, sich und der Welt eine neue Kapitale zu geben. Sie können gar nicht anders, als die Welt einzuladen. So gesehen, könnte Tanken in Deutschland beinahe wieder Vergnügen bereiten, wäre da nicht die Sozialistenmade namens "Sozialstaat", die sich gänzlich unsozial an eben diesem Gut monopolartig per Steuer zwangsbereichert.

Wir sprechen in zehn Jahren noch einmal über die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird ein großer Teil der F.M.R.-Leser dann längst 'unten' gewesen sein, sei es als Tourist, sei es als Geschäftsperson... holen Sie sich im Video unten schon einmal einen kleinen Ausblick - kein Superlativ, der speziell in Dubai nicht reizt, geknackt zu werden (s.u.). OK., zwar "nur" eine Fassadenschau, aber überlegt man, welche Logistik dahinter steckt und welche Entwicklung eingeleitet werden, dann erkennt man recht schnell, wie sehr die Rahmenbedingungen in den V.A.E. dazu führen, dass nahezu alle High-Tech-Entwickler und -Produzenten inzwischen dort investieren oder noch investieren werden (eins von vielen Beispielen hier). Bereits heute sind über 350 der Fortune 500-Unternehmen in Dubai vertreten. Fragen Sie mal, wie es damit in München oder Berlin bestellt ist...




Quelle: YouTube

Und was hat Deutschland im Sand? Denken Sie nach. Es ist eine Menge. Begreifen Sie es als Chance für sich, nicht als Anspruch an andere.


* ein Grund, weshalb ich derzeit kaum vernünftig zum Bloggen komme; ab Oktober werde ich dafür mit Berichten und F.M.R.-typische Kommentaren direkt aus Dubai entschädigen; ich arbeite aktuell hart daran, meine Brötchen - ach was: Brote mögen es werden! - auch langfristig außerhalb des zwangssteuerfinanzierten, korrupten, ziemlich pleiten und ansonsten reichlich missmutigen und auch noch die meiste Zeit des Jahres nasskalten Sozialistenwolkenkuckucksheim namens "BRD" zu verdienen.

** natürlich wird auch in Dubai Falschparken geahndet. Freiheit ist nur - Kantianer wissen das - als wohlgeordnete denkbar. Ihre Knöllchen können Sie sogar an zumeist in den großen Malls (etwa im noblen Burjuman) eigens aufgestellten Police-Fine-Zahlautomaten bezahlen.

02 August 2007

Wasser bis zum Hals macht erfinderisch...

von Bodo Wünsch

... und man ist geneigt, den Sozen zuzurufen: Besser spät die Abrechnung als nie.

Obwohl - als Kommunikationsberater hätte ich ihnen (gegen Geld natürlich) davon abgeraten. Lafo kommt mal wieder kräftig ins Gespräch, und das Buch wird für "gute PR" in seiner Anhängerschaft sorgen.

Außerdem und dennoch: Seit wann scheren sich Sozialisten um Widersprüche oder auch nur das, was sie gestern gesagt haben? Niemand hat die Absicht, ...