F.M.R. - Inbegriff für liberale Konsequenz ... F.M.R.: Dezember 2007

28 Dezember 2007

Kontrollverlust in der "rauchfreien" 30er-Zone

von Bodo Wünsch

Wenn ich Bilanz ziehe für 2007, dann bin ich - persönlich - zufrieden.

"Politisch" bin ich es nicht. Das Maß an Kontrolle durch den großen unbekannten "Anderen", dem ich (angeblich) qua demokratischem Prinzip untergeordnet bin, hat subjektiv wie objektiv deutlich zugenommen. Damit einher geht notwendig der eigene Kontrollverlust über dieses eine kurze Leben, das ich habe, oder besser: zu führen habe.

Jedes Sinnieren über das "verdammt-womit-hängt-es-zusammen" bringt mich letztlich stets nur zu einer Erkenntnis: Es ist bei weitem nicht nur die materielle Kontrolle (via Steuerstaat) über das konkrete Leben im Hier und Jetzt, die "mein" Anderer über mich ausübt; es ist eine Art von Kontrolle, die mich zum potenziellen Feind meines 'Nächsten' macht: Aufgehetzt hat er uns gegeneinander, der Staat der angeblich "freiheitlich-demokratischen Grundordnung". Doch dieser Staat kommt Leuten mit einer Haltung zupass, die absolut an Obrigkeit und Autorität glauben, die niemals fragen - allein deswegen, weil sie Obrigkeit ist, und sei es in Form eines Straßenschildes, welches eine "30er Zone" ausweist, und das gelangweilten Rentnern in HJ-beiger Seniorenuniform "gestattet", wütend gestikulierend (und wahrlich rücksichtslos) vor Autos zu springen, die hier vielleicht schon 40 km/h fahren (so heute wiederholt erlebt, ich wohne an einer 30er Straße).

Am schlimmsten empfinde ich die Situation, in der sich heute zeigt: Wir sind beinahe gefangen in - ach was: VON einem Land, in dem hunderte Gesetze gelten, von deren Existenz wir nicht einmal etwas ahnen. Wenn Sie an einer Tankstelle etwa eine Tüte Kartoffelchips kaufen, dann tangiert dieser Akt sicher mindestens 60 Gesetze und Vorschriften; das beginnt mit der Ladenöffnungszeit (Tankstellenshops genießen eine Ausnahme) und hört mit der Bestimmung über die Inhaltsstoffe der Knabberei in der Tüte noch nicht auf. Die Kamera auf dem Hof nimmt das vielleicht letzte Bild von Ihnen und Ihrem Kfz-Kennzeichen auf.

Deutschland - eine politische 30er-Zone. Manche befahren sie erst nicht. Manche fahren in ihr schneller, als sie dürfen, blindwütig bespuckt von "Anwohnern". Ja, das könnte eine passende Metapher sein für das Leben 2007 in der durch und durch sozial-demokratisierten "BRD", in der Gastwirte hart bestraft werden können, deren Gäste (!) im eigenen (!!) Lokal zu rauchen wagen. Nicht der Staat wird sie kontrollieren etwa im Form einer Raucherpolizei; es werden wütende, spuckende Nichtraucher "Anzeige erstatten" und es geradezu genießen, dem Wirt nur damit zu drohen.

Prima. Und 2008? Werden sie das Tempo auf 25 oder gar auf 20 begrenzen? Wenn sie es können, werden sie es. Sie können es. Sie werden es. Wetten?

Labels:

24 Dezember 2007

Gewalt geht nicht (Weihnacht 2007)

von Bodo Wünsch

Jeder weiß es: Gewalt geht gar nicht.

Und dennoch ist sie allgegenwärtig, eine stete Gefahr, bereit, Kultur und Zivilisation in Sekunden auszulöschen - und sei es "nur" in der Person des 76jährigen Münchner Rentners.

Gewalt beweist das Tier im Menschen. Ihr Auftreten, ihre Allgegenwärtigkeit kündet von der Notwendigkeit allgemeiner Grenzen, nicht anders durchzusetzen als mit Mitteln des Rechts. Wir kennen keine Alternative, keine, die den Menschen in seiner tatsächlichen Willkürhaftigkeit belässt, was er ist: Mensch. Erst das Recht stiftet Freiheit; erst gesetzliche Freiheit ermöglicht Markt.

F.M.R. wünscht allen christlichen Leserinnen und Lesern (bzw. jenen, die glauben, sie wären solche oder jenen, die vielleicht nur 'Gewohnheitstiere' sind - [wie "Raucher", die meinen, sie "könnten" nicht aufhören...] - Opfer ihrer selbst sozusagen ;-)) ein fröhliches Weihnachten.

BetetTretet ein für die Geschlagenen, Geschundenen, Gefolterten, Unterdrückten und Verachteten! Tretet für sie ein, indem ihr nicht schlagt, schändet, foltert, unterdrückt und verachtet bzw. schlagen, schänden, foltern, unterdrücken und verachten lasst.

Labels:

20 Dezember 2007

Harndrang 1939



Quelle: YouTube

19 Dezember 2007

Lichtschlag: Nationalsozialismus war nur "Irrtum"

von Bodo Wünsch

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dem dummen Geschwafel (z.B. das Malen ausgerechnet von Hakenkreuzen als Ausweis echter 'Meinungsfreiheit' auszugeben) eines Herrn Lichtschlag (Herausgeber der mit Fug und Recht als "neurechts" zu bezeichnenden Postille "ef") hier keinen Raum zu geben und damit zu für ihn kostenfreier PR zu verhelfen. Doch seine jüngsten Ergüsse sind zu lächerlich, zu absurd, als dass ich mir den Spaß entgehen ließe, auf ein "Interview" hinzuweisen, das er seinen Kameraden der völkischen haselnussbraunen "Blauen Narzisse" geben musste.

Lichtschlag antwortet auf die vollkommen gegenstandslose Suggestiv-Frage - "Wer hat mehr geirrt [sic!], die Achtundsechziger oder deren Vätergeneration [sic!]?":

"Eine interessante [wohl für AFL, Anm. BW] Frage! Schauen wir uns die Ausgangssituation an. Dort: Weltwirtschaftskrise, Versailler Vertragsbürden, Bedrohungsempfinden durch den Bolschewismus. Hier: Wohlstand wie nie zuvor, Schutz und Freiheit durch die USA garantiert. Dann dort der Irrtum, in großer Not dem viertgrößten Massenmörder der Geschichte nachgelaufen zu sein. Hier der Irrtum, ohne Not einem oder mehreren der drei größten Massenmörder der Geschichte hintergelaufen zu sein. Dort nach dem Irrtum Abkehr vom Sozialismus sowie tatkräftiger und mühsamer Aufbau des Landes und Schaffung von Werten. Hier nach dem Irrtum Leben wie die Made im Speck, immer mehr Sozialismus, steter Verbrauch der Substanz. Dort am Ende Übergabe einer positiven Bilanz und eines Landes, in dem Menschen an sich selbst glauben. Hier am Ende Übergabe eines bankrotten Wohlfahrtsstaats mit Menschen, denen man eingeredet hat, sie hätten ein Recht, auf Kosten Dritter zu leben. Und das Vererben einer unbezahlbaren Rechnung an die Nachfolgegeneration. Ja, es ist schwer zu entscheiden, wer mehr danebenlag."

Da werden also aus kräftigen Mittätern - nämlich die weit überwiegende Mehrheit der Deutschen - nachgerade Opfer: Irrende, die angesichts wirtschaftlicher Not gar nicht anders konnten, als Hitler zu wählen. Dabei hätte die "Blaue Narzisse" nicht Lichtschlag zu fragen brauchen - das Gerede von der "Versailler Bürde" und die angebliche Angst vor 'bolschewistischen Horden' hätte die junge Redaktion 1:1 auch bei Dr. Joseph Goebbels gefunden. Die "große Not" war denn auch nur durch Entrechtung, Entsubjektivierung und schließlich durch industriellen Massenmord an Millionen Juden und anderen sowie durch Entfachen des bisher verheerendsten Krieges auf Erden zu lindern gewesen. Irrtum? Ja klar!

Bange fragt man sich, was den alternden Achtundsechziger (Wo ist deren Krieg? Deren Morde? Deren Uniformen? Deren Gleichschritt?) nach der Zerstörung der "positiven Bilanz", die "geschaffenen Werte" ebenjener Täterväter noch alles einfällt. Goebbels Lichtschlag freut sich denn über eine mögliche "APO 2.0" (seltsam, nicht wahr?) und wünscht sich: "Die anderen [wer?] werden irgendwann wieder verschwinden (...)."

Lesen Sie dazu"ef", und wenden Sie sich mit ihr ein paar Minuten rückwärts. Geht am bequemsten, weil am schnellsten, im Stehen im Bahnhofskiosk. Das Ausmaß ihrer papiergewordenen, notorischen Urteilsschwäche wird inzwischen überboten vom billigen Nachgeplapper und krudem Verzerre noch der abgegriffensten Platitüden aus der alt- und neokonservativen Halbwelt.

Labels: , ,

12 Dezember 2007

Staatsmonopolkapitalismus II

von Karl Stritzinger

Deutsche sind recht häufig Weltmeister oder zumindest in der jeweiligen Disziplin in der Spitzenklasse. Deutsche Politiker sind konsequenterweise Weltmeister in der Lüge und der Doppelmoral.

Das Land wird publizistisch seit Wochen mit einer Mindestlohn- und Höchstgehaltdiskussion von Seiten der Politik überschwemmt. Nach den Auswirkungen von Mindestlöhnen als konsequentes Arbeitsplatz- und Existenzvernichtungsprogramm eines asozial machenden Sozialstaates nun die sozialen Fürsorgemaßnahmen der Politik für die Vorstände staatseigener Unternehmen. Wie eine Studie feststellt, liegen die Vergütungen dieser Vorstände deutlich über denen vergleichbarer Unternehmen.

So ist das durchschnittliche Mitarbeitergehalt im Verhältnis zum Vorstandsgehalt eines DAX-Unternehmens mit dem Faktor 44 zu multiplizieren, um auf die selbe Summe zu kommen. Beim mindestlohngeschützten Staatsunternehmen Deutsche Post beträgt dieser Faktor 87! Das Regionalmonopolgeschützte Staatsunternehmen RWE bietet schon mal Faktor 50. Selbst bei der turbokapitalistischen Deutschen Bank mit seinem bösen Vorstand Josef Ackermann beträgt der Faktor 'nur' 41. BMW floppt mit 38.

Dafür sitzen in den Aufsichtsräten deutscher Staatsunternehmen nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen 50% Gewerkschaftsvertreter, sondern auch eine illustre Runde von Staatssekretären der Finanzministerien, Minister selbst und Noch- bzw. Ex-Politiker, die aufgrund einer durch den interessierten Bürger nachvollziehbaren Was-weiß-ich-Kompetenz den bösen von ihnen gewählten Vorständen penibel auf die Finger schauen und damit die Geschicke staatstragender Unternehmen lenken.

Ich möchte mal wissen, wieviel man als Aufsichtsrat dieser Staatsunternehmen vergütet bekommt. Finde ich auch noch raus.

Russische Politiker sind durch und durch korrupt und füllen sich die Taschen mit Geld. Aber sie machen ihre Schachzüge offen und sind sich in ihrer Mafia-Ehre treu.

Vielleicht ist die Selbstbereicherung bereits der Anfang vom Ende der zeitgenössischen deutschen Nomenklatura. Trotzdem: Dieser Staat mit seiner verlogenen Politkaste ist zum Ko.....

Labels: ,

04 Dezember 2007

Staatsmonopolkapitalismus

von Karl Stritzinger

Wenn die Börse jubelt, weil sich Politik und Monopolanbieter in Sachen Postdienstleistungen geeinigt haben und Wettbewerber durch gesetzliche oder drohende gesetzliche Maßnahmen aus dem Markt gedrängt werden und der Herr Finanzminister als Vertreter des Staates mittels Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) immer noch größter Aktionär an diesem qua Gesetzesentwurf manipulierten Kursanstieg seiner Aktien so super verdient, so darf man das ungestraft

Staatsmonopolkapitalismus

nennen.

Wo seid Ihr 68-er, die Ihr vor 39 Jahren zurecht das damalige System mit Euren StaMoKap-Parolen kritisiert habt?

Nun, einige Eurer Nachfolger und Imitatoren sitzen heute in staatlich wohlgepolsterten Sesseln. Wo bleiben die echten 68-er Nachfolger?

Labels: ,

Der Sozialstaat vernichtet wieder mal Arbeitsplätze!

von Karl Stritzinger

Ich wunderte mich eh schon lange, dass bei der ganzen Mindestlohndiskussion die Wettbewerber der Post mit niedrigeren Löhnen für ihre Angestellten nicht viel aggressiver gegen die Machenschaften vom Big Business der Staatspost und Big Gouvernment demonstrierten. Die Angestellten der Staatspostkonkurrenten, die um ihre Jobs bangten, haben das getan. Heute zieht der erste Wettbewerber PIN die Konsequenz aus der unseligen Mindestlohndiskussion, zieht sich vom Markt zurück und will das erste Tausend an Angestellten entlassen. Die anderen Wettbewerber denken über ähnliche Schritte nach. Bis zu 60.000 Arbeitsplätze und eine verbesserte Servicequalität sind in der Staatswirtschafts- und -beamtenwüste BRD gefährdet.

Bravo! Ihr Politiker, bravo Sozialstaat, bravo Korporatismus zwischen Großindustrie und Monopolgewerkschaften (vulgo auch "Sozialpartnerschaft" genannt)! Das habt Ihr klasse gemacht, ganz grosse Klasse! Wir, die arbeitenden, steuer- und abgaben zahlenden, produktiven Menschen dieses Staates sind so richtig stolz auf Eure Qualitätsarbeit!

Ihr tretet den Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, Ihr verachtet den Artikel 12 des Grundgesetzes. Ihr macht Arbeit wie in diesem konkreten Fall unmöglich und vernichtet damit die Existenzgrundlage von Menschen und Familien. Menschen, die Euren genormten Lebensentwürfen nicht entsprechen und 2 Euro weniger die Stunde verlangen und dafür 5 Stunden in der Woche mehr arbeiten wollen, müssen Eurer Meinung nach bekämpft werden, als Sozialdumper beschimpft und letztlich aus dem freien Wirtschaftsprozess ausgeschieden. Ihr tretet jeden produktiven Menschen mit Euren fiskalischen Schaftstiefeln. Ihr seid die Skinheads für die selbständigen, arbeitswilligen und sich selbst ernährenden Menschen!

Wann werden wir, diese lästigen Kreativen und Mitbewerber als 'Volksschädlinge' beschimpft?

Die enge Partnerschaft zwischen Staat und etablierten Wirtschaftspartnern wird Korporatismus genannt. "Er bezeichnet ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis von Akteuren der Interessenvermittlung (üblicherweise Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände) mit dem Staat, das nicht durch Konkurrenz-, sondern durch Aushandlungsmechanismen geprägt ist " (Quelle: Wikipedia). Korporatismus ist die bewußte Ausschaltung des Marktmechanismus durch Beseitigung des Wettbewerbs.

Übrigens: Faschistische Regime waren in ihrer Wirtschaftsform genau von jenem Korporatismus geprägt, dabei nur noch etwas stärker staatlich gelenkt. Aber das kriegt Ihr auch noch hin. Euer Sozialstaat veranstaltet keinen Putsch, er schneidet regelmäßig dünne Salamischeiben der Freiheit ab.

Mein 'Ceterum Censeo' lautet: Dieser Sch...staat ('SS') muß so klein wie möglich gemacht werden. Nehmt diesem Sozialstaat endlich das Salamimesser aus der Hand!

Labels: , ,

02 Dezember 2007

Taschengeldstaat

von Karl Stritzinger

Vorweg: Ich bin kein Freund der FDP. Ihr Vorsitzender brilliert aber gelegentlich im Gegensatz zu anderen Vertretern der zeitgenössischen Politkaste bundesrepublikanischer Provenienz durch pointierte Analyse des Zustandes deutscher Gegenwartspolitik. Beispiel heute in der WaS zur Politik der Bundesregierung:
"Sie nehmen den Bürgern das Schwein vom Hof, geben ein Kotelett zurück und sagen: Jetzt sei mal schön zufrieden."

Genau das ist der sozialdemokratische Staat: Er nimmt dem ursprünglich freien und selbständigen Bürger die Mittel für sich selbst zu sorgen und hält ihn mit Alimenten, Armenspeisung und öffentlich-rechtlicher Grundversorgung materiell und geistig von sich abhängig.

Taschengeld für die dauerhaft unmündigen Kinder.

Menschenverachtend! Und ich dachte, die Würde des Menschen stünde in diesem Staat ganz oben in der Gesetzgebung.

Verlogener Sch...staat (Abk. v. 'SS'?)!

Labels: , ,

Glaube...

... ist geistiger Suizid.*

* gehört 1992 im Seminar "Wissenschaftstheorie" an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Bundeswehr, aus dem Munde meines (BW) Lehrers, des Kantianers Georg Geismann (s. nebenstehend); passend auch zu meiner aktuellen F.M.R.-Buchempfehlung.

Labels: ,